Branchenkenntnisse
Isolierglas (IG) besteht üblicherweise aus zwei (manchmal auch mehr) Glasscheiben, die durch einen Abstandhalter getrennt und an den Rändern miteinander verklebt sind. Der isolierende Zwischenraum ist mit Luft oder einem Edelgas wie Argon oder Krypton gefüllt. Die Verwendung von Argon oder Krypton im Zwischenraum zwischen den beiden Glasscheiben sorgt für eine zusätzliche Wärmedämmung, da diese Gase dichter als Luft sind und die Wärmeleitung durch die Isolierglaseinheit (IGU) verringern. In Kombination mit einer Low-E-Beschichtung verbessern diese Gase den U-Wert des Fensters, ein Maß für die Wärmedurchlässigkeit eines Bauteils (z. B. einer Wand oder eines Fensters). Je niedriger der U-Wert, desto besser die Isolierglaseinheit. Wird eine Low-E-IGU zu 90 % mit Argon anstelle von Luft gefüllt, kann der U-Wert des Fensters um bis zu 16 % verbessert werden. Krypton verbessert den U-Wert einer Low-E-IGU um bis zu 27 %. Die Verwendung eines Edelgases anstelle von Luft in einer Isolierglaseinheit kann jedoch sowohl den Zeitaufwand als auch die Kosten für die Fensterherstellung erhöhen.
Isolierglas wird oft als Einheit bezeichnet: IGU (Isolierglaseinheiten), da die meisten Teile für eine optimale Funktion voneinander abhängig sind. Die IGU hält die Wärme im Winter im Haus und die Hitze im Sommer draußen. Beschichtungen werden auf der Innenseite der IGUs aufgetragen, um UV-Licht ins Haus zurückzureflektieren und so die Wärme zu speichern, oder auf der Außenseite, um die Sonneneinstrahlung zu reduzieren. In Kombination mit Low-E-Glas und reflektierendem Glas bietet die IGU einen höheren Nutzen. Low-E-Glas sollte immer so isoliert werden, dass die Beschichtung nach innen (Oberfläche 2) zeigt. Im Gegensatz zu Einfachglas sind die Glasscheiben einer IGU Teil eines geschlossenen Systems und können nicht einzeln ausgetauscht werden. Isolierglaseinheiten sind unter verschiedenen Bezeichnungen bekannt, darunter „Doppelverglasung“ oder „Doppelglasfenster“. IGU verbessern die Wärmedämmung und senken die Heiz- und Klimatisierungskosten deutlich. Isolierglaseinheiten oder Doppelverglasung werden üblicherweise im Wohnungs-, Gewerbe- und Industriebau eingesetzt. In vielen Regionen sind diese Isolierglaseinheiten aufgrund der Bauvorschriften als obligatorische Energiesparmaßnahme vorgeschrieben.
Die Herstellung von Isolierglas umfasst mehrere Prozessschritte, darunter Glaszuschnitt, Glasreinigung, Glasprüfung, Glasbeschichtung, Isolierglasmontage, Vakuumadsorption, Gaseinblasung und Aushärtung des Dichtmittels. Jeder einzelne Prozessschritt ist von entscheidender Bedeutung. Nur wenn jeder Schritt sorgfältig ausgeführt wird, können hochwertige Isolierglasprodukte hergestellt werden.
1. Bei der Glasreinigung ist der Einsatz professioneller Reinigungsgeräte und -mittel unerlässlich, um eine saubere und glatte Glasoberfläche zu gewährleisten und Defekte oder Beeinträchtigungen der nachfolgenden Verarbeitungsschritte zu vermeiden. Große Isolierglas-Produktionslinien sind teilweise mit automatischen Reinigungsanlagen ausgestattet, was die Produktionseffizienz und Reinigungsqualität verbessert. Gleichzeitig muss während des Reinigungsprozesses auf die Sicherheit geachtet werden, um Verletzungen der Arbeiter zu verhindern.
2. Im Rahmen der Glasprüfung werden üblicherweise optische Geräte zur Inspektion der Glasoberfläche eingesetzt. Diese Geräte erkennen verschiedene Defekte wie Risse, Flecken, Blasen usw. Defekte Glasscheiben werden aussortiert, um die zuverlässige Qualität der hergestellten Isolierglasprodukte zu gewährleisten. Gleichzeitig prüfen die optischen Geräte, ob Größe und Form der Glasscheiben den Anforderungen entsprechen und somit die Montagegenauigkeit des Isolierglases sichergestellt ist.
3. Im vierten Produktionsschritt der Isolierglas-Produktionslinie ist die Glasbeschichtung ein entscheidender Schritt. Durch die Beschichtung lassen sich die Wärme- und Schalldämmeigenschaften des Isolierglases effektiv verbessern und seine Nutzungsdauer verlängern. Die wichtigsten Beschichtungsverfahren sind das Feuerverzinkungsverfahren, das Sprühverfahren und das Ionenplattierungsverfahren. Letzteres ist ein relativ fortschrittliches Verfahren, das sich durch eine gleichmäßige Beschichtung und eine hohe Präzision bei der Dickenkontrolle auszeichnet. Auch das Beschichtungsmaterial spielt eine wichtige Rolle. Gängige Beschichtungsmaterialien sind beispielsweise Zinkoxid und Fluorkohlenstoff.
4. Bei der Montage von Isolierglas werden zwei oder mehr Glasscheiben in einem bestimmten Abstand zusammengefügt und an beiden Enden mit Dichtungsstreifen versehen, um eine geschlossene Hohlstruktur zu bilden. Beim Zusammenbau ist darauf zu achten, dass der Abstand zwischen den Glasscheiben den Vorgaben entspricht, da sonst die Leistung des Isolierglases beeinträchtigt wird. Gleichzeitig muss bei der Anbringung der Dichtungsstreifen deren Qualität und Haftung sichergestellt werden, um die Luftdichtheit des Isolierglases zu gewährleisten.
5. Bei der Herstellung von Isolierglas ist die Vakuumadsorption ein entscheidender Schritt. Durch das Absaugen des Gases aus dem Hohlraum lässt sich die Wärmeleitung reduzieren und die Wärmedämmleistung des Isolierglases verbessern. Die Dauer der Vakuumadsorption muss üblicherweise anhand der Größe und Dicke des Isolierglases bestimmt werden, um sicherzustellen, dass der Druck im Hohlraum einen vorgegebenen Wert erreicht.
6. Nach der Vakuumadsorption muss das Isolierglas umgehend mit Gas befüllt werden. Das gewünschte Gas wird in den Hohlraum eingeleitet. Dadurch wird ein Gasaustritt vermieden und gleichzeitig eine gute Wärme- und Schalldämmung des Isolierglases sichergestellt. Beim Befüllen wird das gewünschte Gas (z. B. Argon, Luft usw.) in das Isolierglas eingeleitet. Dabei ist auf die Genauigkeit und Gleichmäßigkeit der Gasmenge zu achten, um ein Verbiegen oder Brechen der Glasscheibe durch ungleichmäßigen Gasdruck im Inneren zu verhindern. Vor der Befüllung muss das Isolierglas evakuiert werden, um sicherzustellen, dass sich keine Luftblasen oder Verunreinigungen im Inneren befinden. Nach der Befüllung wird das Isolierglas mit Dichtmittel abgedichtet, um seine Luftdichtheit zu gewährleisten.
7. Aushärtung des Dichtmittels: Führen Sie eine Aushärtungsbehandlung des Dichtmittels auf dem Isolierglas durch, um dessen Luftdichtheit zu gewährleisten.
8. Prüfung des Isolierglases: Es ist eine umfassende Prüfung des hergestellten Isolierglases durchzuführen, um sicherzustellen, dass seine Dichtungsleistung, Wärmedämmleistung und andere Indikatoren den Anforderungen entsprechen.
9. Verpackung des fertigen Produkts: Das die Prüfung bestandene Isolierglas wird gemäß bestimmten Spezifikationen verpackt. Anschließend werden eine Qualitäts- und eine Transportkennzeichnung vorgenommen.
10. Produktlagerung: Lagern Sie das verpackte Isolierglas im Lager ein und achten Sie auf Schutz vor Feuchtigkeit, Sonneneinstrahlung, Stößen und anderen Faktoren, um sicherzustellen, dass die Qualität nicht beeinträchtigt wird.
Die Isolierglas-Produktionslinie ist eine Anlage zur Weiterverarbeitung von Glas, die hauptsächlich zur Herstellung von Isolierglaseinheiten dient. Nach dem Zuschnitt gelangt das Rohglas in die Produktionslinie. Dort durchläuft es die Schritte Reinigung, Trocknung, Herstellung von Abstandhaltern, Befüllung mit Trockenmittel und erste Versiegelung (Beschichtung mit Butylkautschuk), Inspektion, Rahmenmontage, Scheibenpressung, zweite Versiegelung (Polysulfid- oder Silikonkleber) und die nächste Scheibe. Die so hergestellten Isolierglasprodukte zeichnen sich durch hohe Qualität und schnelle Verarbeitung aus.
Die Isolierglas-Produktionslinie besteht im Wesentlichen aus vier Abschnitten: Zuführabschnitt, Wasch- und Trocknungsabschnitt, Inspektionsabschnitt und Zusammenführungsabschnitt. Die vier Abschnitte sind vertikal und im gleichen Neigungswinkel angeordnet. Die kompakte, wirtschaftliche und praktische Bauweise sorgt für hohe Effizienz und einfache Wartung. Das Waschgehäuse ist aus Edelstahl gefertigt, die Förderrolle besteht aus säure- und laugenbeständigem Gummi. Durch ein Plexiglasfenster lässt sich der Reinigungsvorgang jederzeit bequem beobachten. Der Ablauf ist gleichmäßig. Im Trocknungsabschnitt trocknet ein leistungsstarker, schräg angeordneter Luftabstreifer die Glasoberfläche. Der Inspektionsabschnitt ist mit einer Lichtröhre ausgestattet, die die Kontrolle der Waschqualität ermöglicht. Der Zusammenführungsabschnitt verfügt über Vorrichtungen zur Positionierung von Glas und Aluminiumrahmen. Das Glas wird von der Förderrolle getragen und transportiert. Der Antrieb der Förderrolle erfolgt über einen Motor (Motor des Rollenpressabschnitts) mittels Frequenzumrichter und Kettenrad. Das Glas gelangt mit niedriger Geschwindigkeit aus dem Wasch- und Trocknungsbereich in diesen Abschnitt und beschleunigt nach der Inspektion zum nächsten Arbeitsabschnitt, um die Arbeitseffizienz zu steigern. Der Frequenzumrichter steuert die Drehzahl des Drehzahlregelmotors in diesem Abschnitt, und der Lichtschrankenschalter steuert den Eintritt des Glases in den nächsten Arbeitsabschnitt.